Queensland – Tier- und Pflanzenwelt

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Die Cape York-Halbinsel ähnelt in Flora und Fauna ein wenig Neuguinea; auch wenn es dort viele typisch australische Tiere gibt, sind die Ähnlichkeiten doch kaum von der Hand zu weisen.

Die Kannenpflanze zum Beispiel ist ein insektenfressendes Gewächs, welches seiner Nahrungsjagd durch einen kannenförmigen Wuchs nachgeht, in dem die Opfer sich verfangen.

Kuskus ähneln in ihrer Lebensweise den Faultieren, sind dabei aber nur ungefähr katzengroß und bestechen durch ihr dichtes, wolliges Fell und die großen, hervortretenden Augen. Sie bewegen sich langsam, was die Ähnlichkeit zu den Faultieren noch verstärkt, und gehen auch ihrem Lebensunterhalt gemächlich nach – dem Verzehren von Pflanzen, Früchten und Insekten und selten einmal einem Vogel oder kleinen Säugetier.

Australischer sind die schon die „striped possums“, zu deutsch Streifenbeutler, die wie ein Hybride aus Eichhörnchen und Stinktier erscheinen. Auch wenn ihre Größe eher der eines Eichhörnchens entspricht und auch die Lebensweise der Possums diesem Vergleich Rechnung trägt, sind sie wie ein Skunk gezeichnet und können auch seinen unangenehmen Geruch verströmen.

Sehr verbreitet sind in den wilderen Regionen Queenslands auch die Baumkängurus, nachtaktive Pflanzenfresser, die vornehmlich auf Bäumen leben.
Auch kann man manchmal eine weitere, dem Emu nicht unähnliche flugunfähige Vogelart kennenlernen, die sogenannten Kasuare. Diese sind 50 bis 60 Kilogramm schwer, bis zu 1,5 Meter hoch und sind außer in Nordost-Australien nur in Neuguinea und Indonesien anzutreffen. Auch wenn die Tiere normalerweise nicht unbedingt einen bedrohlichen Eindruck machen, kann von ihnen eine erhebliche Gefahr ausgehen, wenn sie sich bedroht fühlen und keine Möglichkeit zur Flucht haben.

Ein „lebendes Fossil“, welches besonders im Mary River, aber auch in anderen Gewässern Südost-Queenslands vorkommt, ist der Lungenfisch.

In den Küstenregionen Queenslands hat man unter Umständen die Chance, Buckelwale zu sichten, die den Sommer in der Antarktis verbringen und dann nach Norden zum Great Barrier Reef schwimmen, um dort im Winter zu kalben. Ungefähr drei Monate verbringen die Tiere typischerweise in den warmen Gewässern der Hervey Bay, in der sich zur entsprechenden Jahreszeit vielfältige Möglichkeiten zum „Whale Watching“ bieten. Diese Wanderung, bei der die Tiere eine Strecke von rund 5000 Kilometern zurücklegen, ist aus einem einfachen Grund für sie nötig – die Jungtiere werden ohne die „Blubber“ genannte isolierende Fettschicht geboren und könnten in den kalten Gewässern der Antarktis nach der Geburt nicht überleben.

Eine andere Spezies, die die Küsten von Queensland für die Fortpflanzung aufsuchen, sind die Meeresschildkröten, die im Schutz der Dunkelheit an die Strände kommen, um ihre Eier abzulegen. Dies tun sie jedes Jahr zwischen November und Februar; Ranger begleiten Touristen zu den Stränden, um dies unter sicheren Umständen beobachten zu können.

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