Victoria – Klimatische Bedingungen

Victoria – Klimatische Bedingungen

 

Das Klima in Victoria ist der Zone nach gemäßigt, wird aber geprägt von einer relativ starken Unbeständigkeit. Gerade an der Küste und im Hochland sind die Temperaturschwankungen nicht nur saisonal sehr ausgeprägt, auch hohe Schwankungen innerhalb eines Tages sind nichts Besonderes. Die Hitzewellen an der Küste sind bekannt und bei der Bevölkerung nicht unbedingt beliebt – das rapide Ansteigen der Temperaturen auf 40 Grad Celsius mag ja noch erträglich sein, doch die Eigenart, dass solche Tage sich beinahe ohne Vorwarnung in nasskalte, ungemütliche Regentage verwandeln, trifft bei der Bevölkerung auf wenig Gegenliebe. Melbourne zum Beispiel ist stets recht stark betroffen von solchen Schwankungen, besonders, wenn die kühlen Winde aus dem Süden mit auf die Temperaturen einwirken. In Victoria nennt man diese Winde „cool change“.

Die durchschnittlichen Temperaturen in Victoria halten sich im australischen Vergleich auf einem gesunden Mittelmaß. So misst man in Melbourne zum Beispiel im Sommer tagsüber durchschnittlich 26 Grad Celsius, während die Temperatur nachts eher 14 Grad beträgt; im Winter sind es tagsüber immerhin noch 13 Grad (was im australischen Gesamtvergleich recht angenehm ist).

Unangenehm ist eigentlich hauptsächlich eine klimatische Eigenart der Region, nämlich die große Trockenheit. Die Luftfeuchtigkeit ist merkbar niedriger als in anderen Teilen der Ostküste, und dies macht sich nicht nur in unangenehmer trockener Hitze bemerkbar, sondern vor allem auch in der erhöhten Brandgefahr in den Sommermonaten. Daher sollte man als Reisende in Victoria jede Art von Feuerwarnung sehr ernst nehmen, insbesondere das sogenannten „total fire ban“, das vollkommene Verbot jeglichen offenen Feuers.

Angenehm ist es an der Küste Victorias vor allem in den Übergangszeiten. Das milde Klima im Frühling und im Frühsommer ist für viele Reisende ebenso einladend wie die schwere, langsam abnehmende Wärme des Spätsommers und des beginnenden Herbst.

Anders verhält es sich mit dem Klima, wenn man sich weiter von der Küste entfernt. In den Hängen der Great Dividing Range und dem angeschlossenen Hochplateau ist es nicht nur beinahe das ganze Jahr über merklich kühler, die Temperaturschwankungen sind auch noch ausgeprägter: sogar im Sommer, wenn man eigentlich einen angenehmen, nicht zu warmen Tag erwartet, ist man nicht gefeit vor einem plötzlichen Wetterumschwung. Die Niederschläge, die recht plötzlich hereinbrechen können, sind teilweise eiskalt und sehr unangenehm.

Nur an der Südostküste ist das Klima relativ beständig und beinahe das ganze Jahr über angenehm.

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