Tamworth

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Die Country&Western-Hauptstadt Australiens liegt am südlichen Ende des New England Plateaus. Tamworth zählt knapp 40.000 Einwohner, denen gemein eine große Begeisterung für amerikanischen Folk zu sein scheint. Jedes Jahr am Australia Day zelebrieren sie in der Stadt ein gewaltiges Country-Festival, welches aber seine immense Bekanntheit in Australien sicherlich den Fans verdankt, die dafür aus weiter Entfernung angereist kommen.

Überhaupt sieht man sich in Tamworth und Umgebung auf eigentümliche Weise in eine Subkultur entführt, die am ehesten der im historischen amerikanischen Westen ähnelt. Bestes und sichtbarstes Zeichen dieser Kultur und vor allem auch der Faszination der Tamworthians für diese Musik ist eine 12 Meter hohe goldene Gitarre, die vor dem Tamworth Country Centre steht, dem lokalen Mittelpunkt der Musikszene.

In diesem Zentrum findet man beispielsweise ein kleines Wachsfigurenkabinett mit Nachbildungen bekannter Country&Western-Stars und eine Ausstellung von Edelsteinen, die im New England Bezirk gefunden wurden.

Im Longyard Hotel kann man eine Nacht mit einem Hauch von Western-Ambiente verbringen, während die Boutique Brewery zum Genuss hauseigenen Biers einlädt (selbstverständlich zu den Klängen von Country-Musik).

Einen Überblick über dieses Städtchen kann man vom Oxley Lookout gewinnen, der vom Stadtzentrum in Fußweite liegt.

Doch nicht nur in Tamworth selbst scheint ein Hauch des alten Westens noch lebendig zu sein. Das alte Goldgräberstädtchen Nundle liegt nur knapp 40 Minuten von der Country-Metropole entfernt und fasziniert vor allem durch die große Zahl von historischen Gebäuden und eine unterirdische Goldmine, die zur Besichtigung freigegeben ist. An den Geschichten, man könne auch heute noch in der Nundle Mine da und dort ein paar Bröckchen Gold finden, ist sicher nichts dran – denn selbst wenn es einmal so war, haben mittlerweile wohl findige Besucher alle verborgenen Verstecke abgegrast und leer hinterlassen.

Dennoch ist die „Town in the Hills of Gold“ einen Besuch wert, vor allem, wenn man einen Besuch im atmosphärischem Tamworth mit einem Hauch „echtem Westen“ abschließen will.

In dieses Motto allerdings passt das nahegelegene Städtchen Gunnedah nicht mehr so recht hinein. Zwar mutet das landwirtschaftliche Zentrum durchaus ein wenig altmodisch an (allerdings auf eine angenehme Weise), doch hat die florierende Wirtschaft zu allerlei technischen Neuerung geführt, so dass rustikaler Romantik höchstens noch in den verschiedenen Gasthäusern etwas übrig ist. Vor allem der Baumwollanbau in Gunnedah ist ein starker Wirtschaftszweig; man kann sowohl einige Plantagen besichtigen wie auch weiterverarbeitende Anlagen. Daneben bietet das sehenswerte Städtchen eine Vielzahl von Aktivitäten an.

Bild von jemasmith

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