Queensland – Clark Range

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Geradewegs durch die Berge der Clark Range und das von ihnen gesäumte Pioneer Valley führt die Eungella Road, die nach dem umgebenden gleichnamigen Nationalpark benannt ist.

Beinahe das gesamte Gebiet der Range ist im Eungella National Park geschützt, und in diesem Schutzraum ist eines der sehenswertesten Naturgebiete Australiens zusammengefasst.

Die Berge sind zwar – wie in Australien kaum anders zu erwarten – nicht übermäßig hoch, dafür aber recht verwinkelt und sehr unberührt. Eine Vielzahl von kleinen Flüssen und Bächen fließt von den Höhen hinab ins Pioneer Valley und die umliegenden Gegenden. Durch die schroffe Struktur des Landes haben sich so viele Wasserfälle gebildet, die teilweise von atemberaubender Natur umgeben sind.

Die Natur des Eungella National Parks ist jedoch nicht die einzige Sehenswürdigkeit, die man im Gebiet der Clark Range findet. Insbesondere das einigermaßen erschlossene Pioneer Valley hat für Besucher eine Menge zu bieten, wobei es sich bei den meisten Einrichtungen um recht schöne, naturnahe Sehenswürdigkeiten fernab eines aggressiven Tourismus handelt.

So laden zum Beispiel die Orchid Ways von April bis Januar zu einem Spaziergang ein; man kann durch die schön angelegten Gärten gehen, die kleinen Wasserfälle bewundern und sich besonders an den Pflanzen, die dem Garten ihren Namen gegeben haben, erfreuen: den Orchideen.

In der Nähe der Orchid Ways liegt die Polstone Sugar Cane Farm, eine Zuckerrohr-Plantage, die neben einer Besichtigung für Touristen die besonders interessanten Führungen bietet, bei denen alle Arbeiten vom Pflanzen bis zum Ernten des Zuckerrohrs ausführlich erklärt werden.

Einem ähnlichen Thema widmet sich die Zuckermühle in Marian, die nicht nur schon von außen einen interessanten Anblick bietet, sondern auch von Touristen besichtigt werden kann. Das kleine Dorf ist umgeben von Zuckerrohrfeldern, die von den Anwohnern genutzt werden. Die weitläufige agrarische Nutzung umfasst das gesamte Gebiet zwischen Marian und Mirani. In dieser kleinen Siedlung findet man ein interessantes, wenn auch nicht sehr umfassendes Heimatmuseum, mehrere Unterkunftsmöglichkeiten und einige touristenfreundliche Restaurants.

Sehenswert ist auch das Illawong Sanctuary, ein ruhiges Schutzgebiet, in dem man einheimische Tiere in einer Umgebung beobachten kann, die dem natürlichen Lebensraum nachempfunden ist. Das Gelände befindet sich in Besitz einer australisch-schweizerischen Gesellschaft, die nicht nur die Besichtigung, sondern auch Übernachtungen auf dem Gelände ermöglicht. Die Zimmer sind mit drei Sternen eingestuft, es handelt sich also nicht um einfache Schlafzimmer, wie man es in einem Sanctuary vielleicht erwarten würde, sondern um ordentliche Mittelklasse. Im Preis der Übernachtung inbegriffen ist das Essen im angeschlossenen Restaurant. Die gleiche Gesellschaft organisiert auch dreitägige Touren ins Hinterland, die auch mit deutschsprachiger Reiseleitung angeboten werden.

Die nächste Siedlung der Gegend ist Pinnacle. Das kleine Dorf hat nicht allzu viele Sehenswürdigkeiten aufzuweisen (auch wenn es sich um ein wirklich schönes, kleines Örtchen handelt), dafür aber das recht bekannte Pinnacle Hotel, in dem vor allem die Küche mit ihren Home Made Pies hervorsticht. Bei diesen Fleischpasteten handelt es sich um eine regionale Spezialität, die man probieren sollte.

Von Pinnacle aus bietet sich ein Ausflug zur Finch Hatton Gorge an. Die Straße ist nicht besonders gut ausgebaut, die letzten zwei Kilometer sind sogar unbefestigt. Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, sollte man einplanen, dass auf diesem Stück zwei kleinere Furten liegen, die nur von Geländewagen zu durchqueren sind.

Oben angekommen gibt es einen Parkplatz, in dessen Nähe ein schöner Picknickplatz mit Grill liegt. Der nahegelegene Wasserfall und der dazugehörige Fluss laden zu einem erfrischenden Bad ein.

Im der Gegend um diesen Parkplatz gibt es noch zwei weitere, größere Wasserfälle, bei denen ebenfalls ein zum Baden geeigneter, kleiner See liegt. Die Aralneu Falls liegen knapp zwei Kilometer entfernt und sind durch einen einigermaßen leichten Aufstieg erreichbar, während der Weg zu den Wheel of Fire Falls weitaus beschwerlicher, aber auch sehenswerter ist.

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