Great Sandy National Park

Great Sandy National Park

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Kurzportrait

Die größte Sandinsel der Welt mit bis zu 240 m hohen Dünen und Wanderdünen, farbigen Sandsteinklippen, 200 km langen Stränden, Regenwäldern, Mangroven und Heideformationen. Viele glasklare Süßwasserseen und Rückzugsgebiete für seltene Tiere. Fraser Island erstreckt sich auf 123 km Länge und 25 km an der breitesten Stelle.

Story der Maheno

Die Geschichte der 123 Meter langen und 5.377 Tonnen schweren Maheno beginnt im schottischen Dumbarton, wo sie 1905 als Luxuspassgierdampfschiff vom Stapel läuft. Mit der 6.500 PS starken Maschine erreicht das Schiff eine Spitzengeschwindigkeit von 19 Knoten (35 km/h). Nach 9 Jahren als Luxusliner wird die Maheno für Neu Seeland im 1. Weltkrieg als Krankenhausschiff im englischen Kanal eingesetzt.

Nach dem 1. Weltkrieg erhält die Maheno wieder ihren alten Glanz als Luxusdampfschiff und überquert die Meere bei sechs Reisen von Neu Seeland nach England. Mit dem Aufkommen der Verbrennungsmotoren, die ironischerweise ihren Entwicklungsschub im Krieg erhielten, ist das Schiff nicht mehr konkurrenzfähig und wird als Metallschrott 1935 an die Japaner verkauft. Auf ihrer letzten Reise rissen bei einem schweren Sturm vor Fraser Island die Taue und die Maheno strandet am 19. Juli 1935 an der Ostküste der Insel.

Die Geschichte ist damit aber noch nicht am Ende. Während des 2. Weltkrieges wird die Maheno nun als Übungsziel für die Luftwaffe genutzt und aus der Luft bombardiert. Die Überreste des einstmals stolzen Schiffs sind heute eine Touristenattraktion auf Fraser Island.

Anreise

Auf der Insel kann ausschließlich mit einem 4WD Allradfahrzeug gefahren werden! Dafür ist vorher ein Permit einzuholen, welches man bei einer Rangerstation erhält.

Vom ca. 190 km entfernten Brisbane kommend den Bruce Hwy bei „Gympie“ in Richtung „Rainbow Beach“ verlassen und von dort aus mit der Fähre übersetzen. Zweite Möglichkeit ist den Bruce Hwy bei „Maryborough“ in Richtung Harvey Bay zu verlassen und von dort aus mit der Fähre überzusetzen.

Neben der Erkundung der Insel mit dem eigenen gemieteten Allradfahrzeug besteht die Möglichkeit sich einer der unzähligen angebotenen geführten Touren anzuschließen. Diese kann man in Rainbow Beach, Noosa oder Harvey Bay buchen.

Aktivitäten

Vogelbeobachtungen, Angeln, Fotografieren, Camping, Wandern, Tierbeobachtungen, Baden in einem der glasklaren Seen wie Lake McKenzie , Lake Jennings, Lake Wabby und Lake Birrabeen (Schwimmen im Meer ist aufgrund von starken Strömungen und der Präsenz von Haien nicht zu empfehlen!), Besuch des Schiffswracks der 1935 gesunkenen „Maheno“, Besuch der farbig schimmernden Sandsteinformationen „The Pinnacles“ und „The Cathedrals“.

Besonders in der Ferienzeit ist die Insel sehr stark frequentiert und die typischen Anlaufpunkte mit unzähligen Touristen übersäht. Dann gleicht auch das Verkehrsaufkommen auf dem als Highway fungierenden 125 km langen „Seventy Five Mile Beach“ dem einer deutschen Bundesstraße. So wird für den einen oder anderen Naturliebhaber Fraser Island eher zu einer Enttäuschung.

Tiere & Pflanzen

Ein häufiger Anblick auf Fraser Island sind die Dingos, die sich oft an Abfalleimern von Campingplätzen aufhalten. Mit ein wenig Glück sieht man auch die auf der Insel vorkommenden Wildpferde. Weitere Inselbewohner sind z.B. der Buntwaran, Wallabies und Possums.

Über 240 Vogelarten besiedeln Fraser; darunter u.a. Schwarzbrust-Laufhühner, Mangrovenhonigesser, der seltene Erdsittich, Mongolenregenpfeifer, Isabellbrachvögel u.v.m.

Von August bis Oktober können von der Insel aus die vorbeiziehenden Buckelwale beobachtet werden.

Sowohl Mangroven als auch subtropische Regenwälder lassen sich auf Fraser Island finden. Ca. 650 Pflanzenarten wurden auf der Insel gefunden; darunter z.B. Banksien, Eukalypten wie „Scribbly Gum“ und „Blackbutt“, Papierrindenbäume, Araukarien, der bis 70 m hohe „Satinay“.

Eine weitere Attraktion ist die Blüte unzähliger Wildblumen von Juli bis September.

Wanderwege

Wanderungen auf Fraser sind durch die verschiedenen Vegetationen sehr abwechslungsreich. Hier zwei mögliche Wanderungen

Lake Wabby Trail

Dieser 3 km lange Wanderweg führt vorbei an uralten Papierrindenbäumen vom Aussichtspunkt zum Strand. Dabei bieten sich gute Blicke auf die Hammerstone Wanderdüne, die den See von Jahr zu Jahr kleiner werden lässt. Zeitbedarf ca. 1 – 1,5 Std.

Lake Boomanjin Trail

Der 7 km lange Wanderweg führt vom See vorbei an abwechslungsreichen Vegetationen nach Dilli Village. Zeitbedarf 2 – 3 Std.

Unterkünfte

Es bieten sich zahlreiche Arten von Unterkünften: vom Buschcamp bis zu kommerziellen Campingplätzen, Hostels und Luxusunterkünften.

Nationalpark Campgrounds befinden sich u.a. am „Lake Boomanjin“, „Central Station“, „Lake Allom“, „Waddy Point“, „Wathumba“, „Dundubara“ und „Lake McKenzie. Bis auf „Lake Allum“ sind all diese Camps mit Toiletten, BBQs, Tischen und Duschen ausgestattet. Das Campen direkt am Strand ist entlang der Ostküste der Insel und an einigen ausgeschilderten Plätzen der Westküste erlaubt.

Bild von DGriebeling

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