Überblick über Queensland

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Mehr als die Hälfte der rund 3 Millionen Einwohner von Queensland lebt in der Hauptstadt Brisbane. Das Zentrum der übrigen Besiedlung ist insbesondere der Küstenstreifen – das Landesinnere ist nur recht spärlich besiedelt. Die beinahe einzige Ausnahme ist Mount Isa, eine recht große Bergwerksstadt mitten im Outback, die sich in der Vergangenheit eines regen Wachstum erfreuen konnte. Wie jedoch beinahe überall in Australien hat der Bergbau für den größten Teil der Bevölkerung aufgrund von modernen Abbautechniken, die zu starken Personalkürzungen führten, keinen goldenen Boden mehr.

Der Aborigine-Anteil der Bevölkerung von Queensland ist recht gering – die Ureinwohner Australiens machen in diesem Staat weniger als 2 Prozent aus.

Mehr als die Hälfte von Queensland liegt nördlich des Wendekreises des Steinbocks, wo das Klima zunehmend tropischer wird. Dort ist die Bevölkerungsdichte des Staates auch geringer. Das Land wird im Norden von der Coral Sea und der Torres Strait gesäumt, während die Ostküste des Landes an den Südpazifik grenzt.

Mit seiner Einwohnerzahl umfasst Queensland rund 17 Prozent der australischen Gesamtbevölkerung und ist doch insgesamt recht spärlich besiedelt. Der flächenmäßig größte Teil von Queensland wird beherrscht von Landstädtchen, agrarisch geprägten Regionen und den Cattle Stations, die man sogar in abgelegenen, trockenen Gebieten im Westen indet.

Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte neben denen der Rinderzucht sind vor allem Rohrzucker und Getreide. Besonders die Böden der Küste bieten optimale Bedingungen für viele Arten von Landwirtschaft, besonders auch für die tropische. Exotischere Früchte wie Custard Apple, Zapote, Lychees und Mangos werden in Plantagen und auf anderem Wege angebaut. Auch Avocados, Papayas und Ananas sind verbreitete Früchte in der Küstenregion von Queensland.

Manche Gebiete werden auch heute noch durch den Bergbau als wichtigsten Wirtschaftszweig dominiert. Dabei wird das wichtigste Bergbauprodukt des Staates, die Steinkohle, besonders in Zentral-Queensland abgebaut. Der Steinkohletagebau ist besonders um Rockhampton recht stark und hat natürlich großen Einfluss auf das Landschaftsbild dieser Region. Steinkohle wird meist nach Japan exportiert, und die die Abnahmesituation recht beständig ist, hat sich der Tagebau in Queensland im Vergleich zu anderen Bergbautypen gut entwickelt.

Wie viele anderen Staaten in Australien ist auch Queensland reich an anderen Bodenschätzen. Kupfer, Silber, Blei und Zink werden in der größten Bergbaumetropole Mt Isa abgebaut, und auch wenn die Beschäftigungsquote im Bergbau in dieser Stadt zurückgegangen ist, stellt die Arbeit in den Minen noch immer einen wichtigen Wirtschaftszweig dar.

Daher ist auch das Umland von Mt Isa weniger intensiv bewirtschaftet, auch wenn dies in den letzten Jahren zunimmt.

Vier weitere wichtige Abbaugebiete wurden durch besondere Entwicklungen auf dem Weltmarkt nach einer recht langen Stillzeit wieder rentabel: die steigenden Goldpreise führten dazu, dass in Charters Towers, Pajingo, Kidston und Mt Leyshon der Abbau wieder rentabel wurde, was die Entwicklung der Städte entscheidend beeinflusst hat.

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