Sicherheit im Outback

Sicherheit im Outback

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Unterwegs im Outback

Aber wo genau beginnt das Outback und wo hört es auf? Stellt man diese Frage einem Australier irgendwo in der „Wüste“, könnte die Antwort folgendermaßen lauten: Das Outback ist überall dort, wo keiner leben möchte.

Auf jeden Fall ist es ganz anders!

– Grundregel im Outback: Gibt es ein Problemen mit dem Fahrzeug, dieses nie verlassen und auf Hilfe warten. Auch wenn dies selbstverständlich klingt kommen doch jedes Jahr erneut Menschen ums Leben weil sie nach einer Panne zu Fuß weiter wollten.
– Das Fahren bei Morgen-, Abenddämmerung und Nacht nur unter äußerster Vorsicht. Nachtfahrten besser vermeiden. Kängurus, Emus, Rinder, Schafe oder sogar Kamele im Outback halten sich nachts häufig an oder auf den Strassen auf.
– Ausführliches Kartenmaterial oder detaillierte Gebietskarten sind Grundlage für Fahrten ins Landesinnere.
– Vor Fahrtantritt empfiehlt sich eine Fahrzeuginspektion.
– Zwei Ersatzreifen, mehrere Reservekanister, ein großer Wasservorrat (20 Liter für Notfälle und 4 Liter pro Person pro Tag) und genügend Proviant sollte bei Fahrten fernab der Hauptstrassen mitgeführt werden. Den Treibstoff nicht im Inneren des Wagens mitführen.
– Zur Ausrüstung für große Touren sollte weiter zählen:
Erste Hilfe Kasten, Feuerlöscher, Abschleppseil, Ersatz-Keilriemen, Werkzeug, Wagenheber, Schaufel, Schläuche (Benzin etc.), Sicherungen, GPS wenn möglich ansonsten Kompass, Feuerzeug bzw. Streichhölzer, Kommunikationsmittel wie z.B. Funk (Handys funktionieren, wenn überhaupt, nur in besiedelten Gebieten)
– Für Pisten die von den Hauptstrassen wegführen ist ein Allradfahrzeug in der Regel erforderlich.
– Vorsicht auf den sogenannten „Dirtroads“ manchmal bilden sich tiefe Schlaglöcher, die mit feinem Staub (Bulldust) gefüllt sind. Kommt man mit einer hohen Geschwindigkeit in eines dieser Schlaglöcher, kann das Fahrzeug beschädigt oder ein Unfall verursacht werden.
– Straßensperren nicht missachten. Bei Problemen mit dem Fahrzeug wird man in diesen Gebieten als letztes suchen.
– In Wüsten- und Buschgebieten können sich schnell Feuer ausbreiten. Dies sollte z.B. beim Aufschlagen von Lagern beachtet werden.
– Auch im Outback können durch einsetzenden Regen ganze Gebiete und Straßen geflutet werden. Möglichst eine Durchquerung von solchen gefluteten Gebieten meiden. Der ausgetrocknete Boden bildet tiefe Risse und weicht sehr schnell ein. Nicht selten stecken Fahrzeuge bis zur Getriebebox im Schlamm fest.
– Beim Entgegenkommen oder Überholen der bis zu 55 m langen „Roadtrains“ (Lastzügen) gilt äußerste Vorsicht. Auf schmalen Straßen entgegenkommenden Roadtrains ausweichen bzw. am Straßenrand stoppen und passieren lassen.
Beim Überholen sollte mindestens 1 km freie Bahn im voraus sein. Darauf achten, dass ein starker Windsog beim Überholen herrschen kann und auf eventl. Präsens von Tieren am Straßenrand achten!

Bild von Ron Bennetts

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