Melbourne abends und nachts

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Es ist eine leidliche Geschichte mit Melbourne – sogar in Bezug auf das Nachtleben ist die Stadt im Landesranking nach Sydney, der „Fun City“, nur zweite Wahl.

Dies sollte allerdings keinen Besucher der Stadt schockieren – zweite Wahl auf einem Kontinent ist immer noch mehr als bedeutungsvoll, und in der Tat bedeutet dieser Rang auf einem lebensfrohen Kontinent wie Australien noch ein wenig mehr als in anderen Teilen der Welt.

Zwar kann Sydney das vibrierendste Nightlife sein eigen nennen, doch tut dies dem spannenden und abwechslungsreichen Nachtleben Melbourne keinen Abbruch. Melbournians, die sich dem Lokalpatriotismus völlig hingegeben haben, sind auch der Meinung, Sydneys Ruf sei da besser als die Realität, und in manchen Gegenden Melbournes wird die Stadt heimlich doch als „Sieger“ des Wettstreits gefeiert – immerhin sind sich die Bewohner Melbournes sicher, dass sie genau wissen, wie man richtig feiert.

So geht allabendlich in verschiedenen Pubs, Bars und Clubs in Melbourne und den Vororten der Stadt die Post ab, und die verschiedenen Szenen der Stadt sind ständig in Bewegung. Es ist schwierig, eine Aussage über Bestehen oder Nicht-Bestehen eines Clubs zu machen, da es durchaus sein kann, dass von einer Woche auf die andere der bis dahin oft besuchte Laden entweder schließen musste oder nun vielleicht einen neuen Besitzer oder ein neues Programm hat.

Wenn sie in Melbourne „auf die Piste“ gehen wollen und sich in einem Reiseführer über die verschiedenen Möglichkeiten informiert haben, ist es trotzdem dringend anzuraten, vor dem Besuch telefonisch nachzufragen, ob und in welcher Form das Lokal noch existiert.

Denn wenn sie auf der Suche nach Reggae sind, werden sie sich bestimmt nicht freuen, wenn der neue Besitzer den früheren Reggae-Club umgewandelt hat und nun nur noch Rockmusik spielen lässt.

Neben einer telefonischen Information gibt es auch die Möglichkeit, sich in verschiedenen Zeitungen in der Stadt über die aktuellen Entwicklungen im Nachtleben der Stadt zu informieren.

In vielen Zeitungen gibt es Beilagen, die genau diese Dinge zum Thema haben und die sie mehr oder weniger fundiert behandeln – für die einfach Information über die aktuellen Möglichkeiten und Trends des Nachtlebens ist aber wohl jede von ihnen geeignet.

Kostenlose Zeitungen bieten sich zu diesem Zweck ebenso an wie die Informationsstellen in den Backpacker-Hostels der Stadt.

Eine spezifisch australische Einrichtung ist die Happy Hour nach Büroschluss, in der den Menschen, die gerade ihre Arbeit beendet haben, Drinks und kleine Snacks in vielen Lokalen der Stadt zum halben Preis oder gar nicht günstiger angeboten werden.

Apropos Preis: Pubs und Bars erheben in Melbourne keinen Eintritt, Clubs und Nightclubs (was in Australien synonym für Disco verwendet wird) allerdings schon. Mit einem Nightclub Pass, welche oft in Cafés, Musikläden oder auch in Backpacker-Hostels ausliegen, kann man sich allerdings auch in diesen Häusern diese Ausgabe sparen, da man mit diesen Pässen umsonst hinein darf.

Allerdings haben auch die Eintrittspreise keine horrend abschreckende Wirkung, sie halten sich ungefähr in einem Rahmen, den man auch von Deutschland her kennt. Freigetränke, welche im Preis inbegriffen sind, sind durchaus üblich.

Kleiderordnung wird in den verschiedenen Clubs durchaus unterschiedlich gehandhabt, doch in verschiedenen Ausprägungen folgen eigentlich alle Vorschriften der Devise „Keine Shorts, T-Shirts und Turnschuhe“, was ja eigentlich nicht unbedingt schwer einzuhalten ist.

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