Cairns

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Schon seit längerem spricht man davon, dass Cairns den Wettstreit um die touristische Vorreiterschaft gegen Townsville gewonnen hat.

Über längere Zeit war dies allerdings anders.

Noch bis vor ungefähr 20 Jahren muss die Stadt ein völlig geruhsames, kleines Örtchen gewesen sein, dass sich von vielen anderen Orten im Norden Queenslands eigentlich nicht besonders unterschied. 1984 wurde dann aber einer der wenigen internationalen Flughäfen in Australien eingeweiht, und seitdem durchlebt die Stadt eine rapide Entwicklung.

Die Einwohnerzahl wuchs rasch auf mehr als 80.000, während die Touristenzahl bedingt durch den Flughafen einen noch gewaltigeren Zuwachs aufweisen kann. Cairns zählt mittlerweile runde eine Million Touristen pro Jahr, darunter  Europäer, Japaner und Amerikaner.

Dementsprechend scheint der Boom der Tourismusbranche kein Ende zu nehmen. Japanische Investoren nutzten den Flughafen, um Cairns als Alternative zum in Japan schon lange beliebten Hawaii auszubauen. Daher stammt der größte Teil der Mittelklassetouristen mittlerweile aus Japan, auch wenn der Flughafen natürlich auch von anderen Reisenden gerne genutzt wird.

Cairns kann allerdings auch einige Vorzüge aufweisen. Die Stadt ist ein idealer Ausgangspunkt für Bootfahrten oder Segeltörns, aber auch für Ausflüge in die herrliche und noch immer touristisch einigermaßen unberührte Umgebung. Zwar hat sich der Kommerz des Pauschaltourismus in der Stadt ein wenig breit gemacht, aber man muss der Stadt zugute halten, dass sie sich trotz dieser unabsehbaren und beinahe überstürzten Entwicklung einen schönen und überschaubaren Charakter bewahrt hat.

Die Straßen werden von Palmen, Büschen und Bäumen gesäumt, und zusammen mit dem sonnigen Wetter macht die Stadt wirklich den Eindruck eines wahren Urlaubsparadieses. Die typischen weißen Gebäude der Stadt, die normalerweise zweistöckig und mit flachen Dächern versehen sind, haben in einigen Straßen kaum noch Ähnlichkeit mit der australischen Baukultur einige hundert Kilometer weiter südlich. Schön verzierte Veranden tragen ihren Teil dazu bei, die Besucher wirklich in eine andere Welt zu versetzen, ein Unterfangen, dass trotz der kommerziellen Tourismus in Cairns noch recht gut gelingt.

Schön ist natürlich auch die Lage der Stadt. Verschiedene Aussichtspunkte bieten einen herrlichen Ausblick auf die Trinity Bay, auf der oft langsam dahinkreuzende Schiffe zu sehen sind, während die Berge der Yarrabah-Halbinsel eine fantastische Kulisse für diesen Anblick ieten.

Dem Charakter der Stadt entsprechend sind die Möglichkeiten der Unterkunft und der Freizeitgestaltung vielfältig. Hotels aller Qualitäts- und Preisklassen wurden in den letzten 20 Jahren errichtet, teilweise, um Durchreisenden Fluggästen eine Unterkunft für eine Nacht zu bieten, teilweise aber auch, um Urlaubern für eine ganze Weile zu einer schönen Zeit zu verhelfen. Außerhalb der Stadt, aber nicht allzu weit entfernt, findet man eine große Auswahl von Resorts, die vielen Touristen schon beinahe als alleiniger Urlaubsort reichen, in verschiedenen Preisklassen. Neben Häusern, in denen man einige Tage verbringen kann, in denen man aber den Wunsch nach Erkundung der Umgebung verspürt, gibt es auch Resorts mit derartig vielfältigen Freizeitmöglichkeiten, dass man sich für eine lange Zeit allein mit diesen beschäftigen kann.

Cairns ist aber auch ein Mekka besonders der Rucksacktouristen. Viele der Ankommenden Flugpassagiere machen sich direkt auf die Suche nach einer für diesen Zweck geeigneten Unterkunft, und so kommt es, dass die Preisunterschiede abhängig von der Flughafennähe teilweise gewaltige Unterschiede aufweisen, sogar in der Hostel-Klasse. Preise vergleichen lohnt sich in Cairns ohnehin beinahe immer.

Bild von Sarah M Stewart

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