Australischer Wein

2011
10.14

Australien besitzt nicht unbedingt die günstigsten Voraussetzungen für den Weinanbau. Vorteilhafte klimatische und geografische Bedingungen herrschen vorrangig im Süden des Landes. Doch trotz des gemäßigten Klimas muss auch hier zeitweilig auf eine künstliche Bewässerung zurückgegriffen werden. Dennoch erfuhren Australiens Weine in den vergangenen Jahren in Europa geradezu eine Hochkonjunktur.

Geschichte
Historisch lässt sich der Weinanbau Australiens bis etwa in das 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Dabei waren es vorrangig Europäer, die die Stecklinge ins Land brachten und Wein produzierten. Einige der im 19. Jahrhundert gegründeten Firmen zählen noch heute zu den wichtigsten und bekanntesten Weinkellereien. Und schon damals exportierten Weinbauern ihren Wein nach England und Frankreich. Ein jähes Ende fand der Anbau jedoch mit Beginn der Reblauskatastrophe, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts innehielt. Hektarweise starben die Rebstöcke ab. Erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges nahm die Bedeutung des Weinanbaus wieder zu.

Importierte Rebsorten
Australien besitzt keine eigenen Rebsorten. Alle Stecklinge wurden nach und nach von Einwanderern ins Land gebracht und kultiviert. Daher finden sich dort natürlich Rebsorten, die vorrangig populären Charakter in Europa besitzen. Chianti aus der Sangiovese-Traube wird hauptsächlich in Italien angebaut. Man findet aber auch in Australien eine Anbaufläche von rund 500 Hektar dieser roten Sorte.
Ähnlich verhält es sich mit der weißen Rebsorte
Grünerveltiner. Gar in die Liste der Top 100 Weine Australiens schaffte es der Wein Grüner Veltliner Lark Hill 2009.
Shiraz, auch Syrah genannt, Cabernet Sauvignon oder auch Merlot, alles rote Rebsorten, sind im Anbaugebiet Australien nennenswert.
Häufige und für die Produktion bedeutende, weiße Rebsorten sind der Chardonnay, Sauvignon Blanc und Thompson Seedless, auch unter Sultana bekannt. Letztere wird jedoch bevorzugt zur Rosinenherstellung verwendet.

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